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Aufforderung angenommen - Ergebnis verbesserungswürdig
Junge Union begrüßt Palmers Appell an die S21-Gegner - mehr Einsicht wäre wünschenswert

Die Junge Union Kreisverband Tübingen begrüßt das Ende des Schweigens von Boris Palmer gegenüber den S21-Gegnern. "Zumindest zeigt dies, dass die Kritik von uns und anderen nicht spurlos an Boris Palmer vorrübergegangen ist. Dennoch hätten wir uns mehr Einsicht und weniger Trotzigkeit erhofft", so der Kreisvorsitzende der Jungen Union Dierk-Hinrich Norden.

 

Die JU hatte Palmer nach dem Schuhwurf auf Ministerpräsident Kretschmann aufgefordert sich stärker dafür einzusetzen, dass der Protest gegen Stuttgart 21 friedlich bleibe (Das Tagblatt berichtete). Nun hat der Tübinger OB in einem sehr ausschweifenden Schreiben, das er auch über Facebook veröffentlichte, den `politischen Widerstand´ für beendet erklärt und gleichzeitig dazu aufgerufen, die Realitäten `friedlich hinzunehmen´. Trotz dieser positiven Ansätze sei das Schreiben jedoch nach Ansicht der Jungen Union in großen Teilen weiterhin von Halsstarrigkeit und Uneinsichtigkeit geprägt.

 

„Es ist enttäuschend, dass Palmer erst einen Schritt in die richtige Richtung macht und zur Mäßigung aufruft, um diesen dann gleich im nächsten Atemzug wieder in der alten Überheblichkeit zu zerstören“, ergänzt der Pressesprecher Thomas Schwenke. Realistische Analysen, wie die Selbstkritik an der `mythischen Überhöhung des Widerstandes´ gingen nur schlecht einher mit langwierigen oft provokativen Wiederholungen alter, meist widerlegter Argumente und dem Fehlen jeglicher Kompromissbereitschaft in großen Abschnitten des Schreibens. Die Behauptung, dass lediglich eine falsche Strategie der S21-Gegner die Niederlage dieser bei der Volksabstimmung herbeigeführt habe, ist schlichtweg unzutreffend: „Der Volksabstimmung ging eine sehr intensive Debatte voraus, bei der sich alle ein umfassendes Bild machen konnten und größtenteils auch gemacht haben.“, stellt Norden fest. „Hierbei hat es eine eindeutige Mehrheit für den Umbau des Bahnhofes gegeben.“

 

„Wenn Mäßigung wirklich das Ziel ist“, was Norden abschließend hofft, „muss jetzt darauf hingewirkt werden, die eigenen, wenn auch versteckten Aufforderungen ernst zu nehmen und – wie Palmer fordert – die Baumfällungen schweigend zu betrauern.“ Unnötige Polizeieinsätze, die nur Kosten verursachen, sollten dann der Vergangenheit angehören.


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